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"Die Muttergottes gehört einfach zu uns!"

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Haßfurt. „Unser Haus wurde 1724 erstmals erwähnt. Beim Umbau 1989 habe ich bemerkt, dass die Bausubstanz schon Jahrhunderte überstanden hat. Und die Muttergottes in der Hausfassade gehört einfach zu uns. Wir fühlen uns mit ihr auch religiös verbunden“, so Schreinermeister Otto Burkard. Er hat in viel Kleinarbeit und mit Einfühlungsvermögen beim familengerechten Umbau des Gebäudes Färbergasse 23, unweit des Unteren Turmes, Vorgaben der Denkmalpflege eingehalten.

Die Hausmadonna, vom Typus her eine Muttergottes mit dem Jesuskind auf der Mondsichel, präsentiert sich am Obergeschoss der Ostfassade in einer schützenden Nische vor den Unbilden des Wetters. Zugute kommt dem 125 cm hohen Kunstwerk aus Metallguss die Dachtraufe mit ornamentalem Schmuck zudem als weiterer Wetterschutz. Es ist eine spätgotische Arbeit, entstanden um 1500. Darauf deutet der Fall der gewellten Haare über die Schulter, der Faltenwurf des Gewandes, die Darstellung des Kindes zum Betrachter hin und die Mondsichel. Maria setzt ihren rechten Fuß in der Mondsichelkrümmung auf ein männliches, dämonisches Gesicht. Diese Darstellung verweist damit auf die apokalyptische Frau in der Offenbarung des Evangelisten Johannes Kapitel 12, 1-18. Das Dämonische, die Nacht, das Dunkle wird überwunden von Maria durch die Geburt des Erlösers, den sie in den
Armen hält, so eine Erklärung dieser Darstellung.

Insgesamt stellt der spätgotische Künstler die Gottes Mutter dar als eine gerade, in sich gefestigte und selbstbewusste Frau, die fest im Leben steht. Den Beschauer spricht das Ebenmaß der Gestalt an. Wohl bewusst vom Meister beabsichtigt, um die Auserwählung in der Gestaltung Mariens anschaulich werden zu lassen.

Noch zu untersuchen ist, wer den Auftrag zu dieser Muttergottes auf der Mondsichel gegeben hat und wer ihn ausgführt hat. Der Hinweis, dass das Anwesen einmal als Pfarrhaus bewohnt war, lässt darauf schließen, die Hausmadonna ist gerade zu dieser Zeit dem Wohnhaus zugedacht worden. Ein weiterer Gedanke drängt sich noch auf: Die Größe (Höhe 125cm) und die Art der Darstellung lässt sich die Madonna auf einer Konsole in einem kirchlichen Raum sehr gut vorstellen.

Zur Geschichte des Hauses in der Färbergasse 27 weiß Barbara Buhlheller,Tante von Christine Burkard und Mitbewohnerin nämlich noch zu berichten, dass das Anwesen ehemals als Pfarrhaus genutzt wurde, dann als Schreiner- und schließlich von ihrem Vater Oskar Buhlheller als Schneiderwerkstätte.
Die Ehelaute Burkard jedenfalls wissen nicht nur ihr historisches Erbe zu pflegen und zu erhalten. Sie fühlen sich auch der religiösen Tradition des Hauses und seiner früheren Bewohner nahe und verbunden.

Apokalypse: geheime Offenbarung. Das Neue Testament endet mit der Apokalypse oder der geheimen Offenbarung des Evangelisten Johannes. Es ist eine visionäre Schilderung des Weltendes. In der Kunst werden häufig wegen ihres allgemeinen symbolischen Inhalts einzelne Visionen oder der ganze Zyklus dargestellt.

Albin Schorn

Eingetragen von Michael Derleth am 09.05.2014 21:14

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Pfarrei St. Kilian Haßfurt - letzte Änderung 30.01.2016