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Neues Zuhause für Heinrich Theins Kreuzweg aus dem Salesianum

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Haßfurt. Neues Zuhause für Heinrich Theins Kreuzweg aus dem Salesianum
14 Kreuzwegstationen jetzt in der Friedhofskapelle Am Rödersgraben

2008 hatte das Salesianum nach 62 Jahren als Schülerheim der Salesianer-patres geschlossen. 2012 hatte Marco Strätz, Geschäftsführer der Projektentwicklungs-GmbH Green Trust aus Stettfeld das leerstehende Internat erworben. 24 moderne Eigentumswohnungen sollen hier entstehen, teilweise sind sie bereits verkauft. Der Umbau steht unmittelbar bevor. Schon beim Auszug der Salesianer hatte Rudi Eck noch als Bürgermeister zugesagt, dass sich die Stadt um einen neuen Standort für die Kunstwerke von Heinrich Thein kümmern wird. Der neue Investor hat dankenswerter Weise die einzigartige Ausstattung der Hauskapelle auch der Stadt zur Verfügung gestellt. Also musste gehandelt werden. Mittlerweile haben die Relieftafeln (25x80 cm) des Kreuzwegs eine würdige Bleibe im vor kurzem erweiterten Eingangsbereich der Friedhofskapelle am Rödersgraben gefunden.

Die Gebr. Wald, Kirchenmaler und Restaurierungswerkstätte aus Fladungen, hatten den Auftrag sehr kurzfristig übernommen, die Möglichkeit eines Ausbaus der Kreuzwegreliefs und der Schutzmantelmadonna im Konvikt zu prüfen. Ergebnis: Die Probeöffnungen am Putzanschluss des Reliefs zeigen eine etwa 40 mm starke Gipsreliefplatte. Sie ist mit einem Ansatzbinder an der Wand befestigt. Eine zusätzliche Verdübelung und Vernadelung mit der Wand war nicht festzustellen. Jetzt konnte der Ausbau der Stationstafeln beginnen. Die relativ weiche Kalkputzlage sie umrahmte die Tafel – wurde mit einer Vibrationssäge, Hammer und Meisel entfernt. Eine spezielle Steinsäge trennte das einzelne Stuckrelief vom Mauerwerk. Mit dieser Vorgehensweise wurden alle stuckierten Relieftafeln schadensfrei ausgebaut. Besondere Maßnahmen erforderte die Herausnahme des Halbreliefs der gleichfalls stuckierten Schutzmantelmadonna (Größe ca. 200 x 60 cm) an der Altarwand. Ein fahrbares Gerüst wurde erstellt und ein Querbalken hielt einen Handkettenaufzug, um die gewichtige Madonna anheben und absenken zu können. War die Skulptur von der Wandschale getrennt, wurde sie mit Schwerlastbändern umfasst. Eine Spezialtransportkarre mit einer massiven Holzbohle stand bereit und nahm die nun mit dem Kettenaufzug abgesenkte Figur liegend auf.

Eine eigene Anstrengung und besonderen Sachverstand verlangte nun der Transport mit der festgezurrten Statue durch das winkelige Treppenhaus zum Ausgang auf die Ladefläche des Kleintransporters. Das Standbild wird vorerst in einem städtischen Gebäude deponiert. Für diese Schutzmantelmadonna wird noch zu überlegen sein, wo sie einen gebührenden Platz finden kann.

Nach Absprache des früheren Bürgermeisters Rudi Eck mit Stadtpfarrer Stephan Eschenbacher, dem Restaurator Andreas Wald und dem Friedhofspersonal wurde der jüngst erweiterte Eingangsbereich zur Friedhofskapelle Am Rödersgraben als idealer und bestens geeigneter Standort für den Kreuzweg betrachtet. Begründung: Die neugestaltete, zehn Meter lange Eingangswand, strukturiert mit Spachteltechnik und anthrazit gestrichen, hebt die einzelnen gipsfarbenen Stationen augenfällig ab. Weiterhin fällt durch die gegenüberliegenden fast raumhohen Glasfenster natürliches Licht auf den Kreuzweg. „Damit haben wir einen einzigartigen Platz gefunden, der die Kunst Heinrich Theins nochmals aufwertet und allen Bürgern zugänglich ist“, so Eck. Die 14 Stationen wurden linear angeordnet, jedoch so gruppiert, dass sie dem Betrachter anregend begegnen können. „ Für mich ist die Darstellung der Kreuzwegstationen durch den Künstler ausdrucksstark und lebendig gelungen. Sie reduziert und konzentriert sich auf das Wesentliche in der Leidensgeschichte Jesu“. beschreibt Pfarrer Eschenbacher sein Empfinden.

Welche Erinnerungen haben nun ehemalige Schüler des Salesianums an die künstlerische Ausgestaltung der Hauskapelle durch Heinrich Thein?
„Wir durften die Kapelle nicht betreten, während Heinrich Thein arbeitete“
(Josef Rümer).
Werner Holzinger, Sakristan zu dieser Zeit: „ Die frühere Kapelle war einen Stock tiefer. Thein habe ich einmal gesehen beim Aufstellen der Madonna. Am Wochenende haben wir als Ältere beim Kapellenbau mitgeholfen.“
Konrad Haußner, späterer Provinzial des Ordens, beschreibt seine Erinnerungen so: „Ich habe nur mit Herrn Nastoll, dem Nachbarn vom Salesianum und Metzger, in Stettfeld den Ton geholt, den Herr Thein für die Gestaltung der Madonna dort bestellt hatte. Welches Material für den Kreuzweg verwendet wurde, weiß ich nicht. Man sprach immer von Gips. Schemenhaft erinnere ich mich, dass die Einzelteile des Kreuzwegs, schmale Reliefplatten (Gipsplatten, auf denen die Figuren als Relief sichtbar waren), in Kisten geliefert wurden und dann – das habe ich aber nicht gesehen – eingemauert wurden in die Nische. Danach wurden die „Platten“ von Heinrich Thein in die Endform gebracht.“

18 Jahre lang war die Stadt Haßfurt dem Künstler Heinrich Thein Heimat, ein Raum für sein Kunstschaffen und seine Arbeit mit jungen Menschen an der Staatlichen Berufsschule, die 1983 seinen Namen erhielt. Gewiss könnte auch heute noch eine Suche nach Spuren seiner Werke unseren Alltag bereichern.

Albin Schorn

Eingetragen von Michael Derleth am 20.05.2014 23:04

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Pfarrei St. Kilian Haßfurt - letzte Änderung 30.01.2016